Norfolk-Terrier

Norfolk-Terrier
  • Ursprungsland: Großbritannien
  • Größe: 24.5 - 25.5 cm Widerristhöhe (Kleine Hunderasse)
  • Gewicht: 5 - 5.5 kg
  • Alter bis 14 Jahre
  • Fell: weizenblond, rot, schwarz/loh, grau
  • Verwendung heute: Begleithund
  • früher: Rattenbeißer
  • FCI-Standard: 272
  • FCI-Gruppe: 3 - Terrier
  • FCI-Sektion: 2

Norfolk-Terrier Rassengeschichte

Norfolk-Terrier und Norwich-Terrier waren bis Mitte des 20. Jahrhunderts (September 1964) eine gemeinsame Rasse. Beide kommen aus der Grafschaft Norfolk die bei dieser Rasse namensgebend war.
Bereits im 19. Jahrhundert hielten die Bauern in East Anglia in den Pferdeställen und Getreidefarmen kleine rote Terrier, die dem Norfolk-Terrier sehr ähnlich waren. Sie sollten die Ratten und Mäuse auf den Höfen kurz halten. Auch Zigeuner zogen mit kleinen Hunden über Land und boten ihre Dienste als Ratten- und Mäusefänger an. Die Hunde wurden auch vermehrt zur Jagd auf Fuchs und Kaninchen eingesetzt. Um 1880 begann die Zucht dieser Hunde durch verschiedene Pferdeleute. Unter anderem wurde z. B. der Yorkshire-Terrier und der Scottish Terrier eingekreuzt. Die Hunde wurden unter verschiedenen Namen gehandelt, z. B. Trumpington-Terrier oder Cantab-Terrier. Der Name Cantab-Terrier entstand, weil diese kleinen Terrier in Cambridge auch von den Studenten gehalten wurden, um die Ratten und Mäuse in den Schlafsälen kurz zu halten (Cantab ist die Abkürzung für Cantabrigiensis (lateinisch für Cambridge) und steht üblicherweise hinter einem Abschluss, der an der Universität Cambridge erworben wurde, in Klammern.)Ihren Namen erhielten diese kleinen Terrier von Frank Jones, der um 1900 begann, diese Hunde zu züchten. Er machte diese Rasse sehr bekannt, sowohl in England als auch in den USA. 1932 wurde in England der erste Norwich-Terrier-Klub gegründet.
Zuerst wurden sowohl die stehohrigen als auch die kippohrigen Hunde als eine einzige Rasse behandelt, so dass diese beiden Varianten auch miteinander verpaart wurden. Diese Verbindungen brachten jedoch keine gute Ohrenhaltung. Meist entstanden so genannte Flatterohren, also Ohren die nicht stehen und nicht hängen. So begann man, die Varietäten getrennt zu züchten. Bereits 1951 schrieb der englische Richter Leo Wilson, der die Norwich-Terrier auf der Crufts richtete: “There is much more difference between the prick- and the drop-eared varieties than merely their ears and this makes judging very diffcult”[1] (deutsch: „Es gibt viel größere Unterschiede zwischen den stehorigen und kippohrigen Varianten als nur ihre Ohren, und das macht es sehr schwer, sie zu beurteilen“).

1957 wurde der erste Antrag gestellt, die Varietäten zu trennen, im September 1964 war es endlich geschafft, die stehohrigen Hunde behielten den Namen Norwich Terrier, die hängeohrigen den Namen Norfolk-Terrier. 1979 wurde diese Trennung auch in den USA durchgeführt.

Norfolk-Terrier Rassebeschreibung

Die Hunderasse Norfolk-Terrier ist einer der kleinsten Terrier (26 cm), also ein kleiner, tief gestellter, schneidiger Hund, kompakt und kräftig in allen Schattierungen von rot, weizenfarben, schwarz mit lohfarben oder grizzle. Sein Haar sollte nicht weich und plüschig sein sondern hart, drahtig und dicht am Körper anliegend (siehe Rassestandard). V-förmig und mittelgroße Ohren, an der Spitze leicht abgerundet, nach vorne fallend und gut an den Wangen anliegend kennzeichnen den Hund.
Der Hund wird üblicherweise 12-16 Jahre alt (manche werden bis zu 19 Jahre alt) und wiegt ungefähr 5-7 kg.Die freundliche und robuste Rasse gibt einen ausgezeichneten Begleithund ab. Sie ist auch ein guter Wächter, der bei Fremden oder ungewohnten Geräuschen sofort anschlägt. Sie fühlt sich in der Stadt und auf dem Lande wohl - ein Garten bietet dem kurzläufigen Hund genügend Auslauf.

Wesensmerkmale der Hunderasse Norfolk-Terrier

Der Norfolk-Terrier

  • ist ein Familienhund
  • ist für die Wohnung geeignet
  • braucht wenig Fellpflege
  • ist leichtführig
  • braucht Auslauf
  • ist ein guter Wachhund

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