Mexikanischer Nackthund

Standard Mexican Hairless, Xoloitzcuintli, Tepeizeuntli
Mexikanischer Nackthund, Standard Mexican Hairless, Xoloitzcuintli, Tepeizeuntli

Mexikanischer Nackthund Rassengeschichte

Mexikanischer Nackthund, Xoloitzcuintle (gesprochen: Scholoitz-kuint-li), ist ein sogenannter Nackthund. Nackthunde sind keine Erfindung der Neuzeit, sondern begleiten den Menschen seit etwa 4000 Jahren. Entstanden sind sie an unterschiedlichen Stellen weltweit. Die frühste Darstellung eines solchen Hundes datiert auf etwa 1700 v.Chr. Es ist eine Figur aus Ton und wurde in Tlatilco, Mexiko gefunden. Sie ist sogar die älteste Darstellung eines Hundes auf dem Amerikanischen Kontinent überhaupt. Der Xoloitzcuintle muss also bereits in dieser Zeit ein sehr wertvoller, angesehener Hund gewesen sein, dass er so verewigt wurde. Der Name bedeutet etwa „Hund des Gottes Xolotl“. Neben dem Nackthund gibt es den gleichen Hund zuchtbedingt auch normalbehaart.

Mexikanischer Nackthund Rassebeschreibung

Der Mexikanische Nackthund ist Freundlich, anhänglich an seine Familie, intelligent, großes Anpassungsvermögen, würdevoll, ruhig. Wie viele sehr alte Hunderassen bellen sie nicht.
Die Vertreter dieser Rasse brauchen recht wenig Bewegung, man sollte sie aber regelmäßig rennen und spielen lassen. Er begleitet zudem sein Herrchen gerne überall hin und ist ein guter Wach- und Familienhund.
Der Mexikanische Nackthund ist haarlos, lediglich auf der Stirn und an der Rutenspitze können kleine Haarbüschel auftreten. Die Farbe der Haut kannschwarz, schiefergrau, leberfarben oder bronze sein, wobei rosa- oder kaffeefarbene Flecken zulässig sind. Die Welpen werden rosa geboren und erhalten ihre endgültige Färbung mit ca. 1 Jahr. Die Haut ist weich, elastisch und glatt. Dieser Hund besitzt außerdem etwa 10 cm lange „Fledermausohren“ und mandelförmige Augen, deren Farbe von schwarz bis gelb variieren kann.

Nackthunde lassen sich nackt nicht reinerbig züchten, denn homozygot nackte Hunde sind nicht lebensfähig und sterben schon als Embryo ab. Dies bedeutet, dass das Gen für Nacktheit ein Defektgen ist; allerdings ist jeder Nackthund, der zur Welt kommt, heterozygot und keineswegs erbkrank. Entgegen der weit verbreiteten Meinung ist es auch möglich, zwei nackte Hunde miteinander zu paaren. Nach dem Mendel'schen Regeln ist dann die Hälfte der Embryos heterozygot nackt veranlagt, ein Viertel behaart und ein Viertel homozygot nackt; letzteres stirbt schon früh im Mutterleib ab und wird von Körper der Mutter absorbiert. Von den geborenen Jungen sind also zwei Drittel nackt und ein Drittel behaart.

Paart man dagegen einen behaarten Hund mit einem Nackthund, so entstehen je zur Hälfte nackte und behaarte Hunde. Nicht lebensfähige Embryos kommen dann nicht häufiger vor als bei anderen Tierarten. Diese Art der Zucht ist jedoch nicht von allen Zuchtverbänden erlaubt, denn in vielen Ländern wird die behaarte Varietät nicht offiziell anerkannt.

Aufgrund dieses Sachverhalts wird diese Rasse zuweilen als Qualzucht angesehen; es gibt die Forderung, die Zucht zu verbieten. Dem wird entgegen gehalten, dass es sich um eine uralte Rasse handelt, die sich über Jahrtausende als stabil erwiesen hat. Trotz Felllosigkeit sind die Tiere sehr robust, gesund und langlebig. Ein Alter von über 15 Jahren ist keine Seltenheit.
Die Haut des Xolo ist dicker und robuster als bei behaarten Hunden, dunkelhäutige Hunde haben mit der Sonne kein Problem, hellhäutige Hunde sollten zu viel Sonne meiden. Der Mexikanische Nackthund ist nicht übermäßig kälteempfindlich, vergleichbar mit kurzhaarigen Hunden ohne Unterwolle, z.B. Pinscher. Vor Sonnenbrand müssen vor allem die helleren Hautpartien und generell die hellen Nackthunde geschützt werden. Grau-schwarze sind kaum gefährdet, da sie schon die ersten Sonnenstrahlen nutzen um ihre Pigmente in der Haut anzureichern, so dass aus einem "grauen" Hund im Winter ein "schwarzer" Hund im Sommer wird. Ist dem Hund zu heiß, liegt er auch lieber im Schatten.

Wesensmerkmale der Hunderasse Mexikanischer Nackthund

Der Mexikanischer Nackthund

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